Verschiebeparker

Für moderne Garagen und platzsparendes Parken

Das Parkraum vor allem in den Städten immer knapper wird, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Wer kennt nicht die lästige Suche nach einem Parkplatz kurz vor einem Termin oder dem Wocheneinkauf in der Stadt. Gleichzeitig behindern zugeparkte Straßen den Verkehr, sorgen für Stau und reichlich schlechte Laune. Parkhäuser schaffen Abhilfe und bieten auf mehreren Ebenen eine Menge Stellplätze trotz relativ geringem Raumverbrauch.

Um in den Parkgaragen die Flächennutzung noch effizienter gestalten zu können, gibt es die sogenannten Verschiebeparker. Sie gehören zu den modernen Parksystemen und ermöglichen es, weitere Stellplätze zu schaffen, ohne mehr Fläche in Anspruch nehmen zu müssen.

Was sind Verschiebeparker?

Verschiebeparker, oder auch Palettensysteme genannt, sind elektrisch verschiebbare Platten, die dank des Schienensystems, auf dem sie stehen, längs oder quer verschoben werden können. Hauptsächlich eingesetzt werden sie, um in Parkhäusern und Tiefgaragen weitere Stellplätze längs hinter den normalen Parkplätzen zu schaffen. So können Fahrzeuge an den Seiten der Fahrspuren hinter anderen Fahrzeugen geparkt werden. Möchte das so "eingeparkte" Fahrzeug dann wegfahren, können die Verschiebeparker mittels Knopfdruck nach vorne oder hinten gefahren werden und das Ausparken stellt kein Problem mehr dar.

Arten von Verschiebeparker

Verschiebeparker können auf zwei verschiedenen Wegen errichtet werden. Entweder sie werden längs der Fahrtrichtung eingebaut, um so zusätzliche Stellfläche auf den Fahrwegen der Parkgarage zu schaffen, oder sie werden quer zur Fahrtrichtung verbaut. So entsteht quasi ein System des "mehrreihigen Parkens" ohne eigene Fahrspur der vorderen Reihen. Durch die Verschiebeparker kann in mehreren Reihen direkt hintereinander geparkt werden. Die Parkpaletten verschieben dann die Fahrzeuge, je nachdem welcher Stellplatz frei werden soll oder welches Fahrzeug angefordert wird. Zudem können auch noch Drehscheiben verbaut werden. Diese werden besonders gerne bei extrem engem Raum verwendet, wo der Fahrer selbst schlecht rangieren kann. Die Drehscheibe dreht das Auto zum Ein- und Ausparken dann in die gewünschte Richtung.

Funktionsweise der Verschiebeparker

Das Grundprinzip der Verschiebeparker beruht, wie bereits erwähnt darauf, dass Fahrzeuge auf Plattformen oder Tragstrukturen zu platzieren, die dann entweder hydraulisch, elektrisch oder mechanisch verschoben werden, um Platz für weitere Fahrzeuge zu schaffen. Für einen solchen Verschiebeparker existieren verschiedene Antriebsversionen:

ÜberflurantriebMitfahrender Antrieb
Der Antrieb wird ebenerdig an der Stellplatzgrenze angebracht. Es ist keine Aussparung im Boden nötig.Der Antrieb wird direkt mit auf dem Verschiebeparker montiert und die Stromversorgung erfolgt über ein entsprechendes Kabel.

 

Sicherheitsaspekte bei der Nutzung

Verschiebeparker bieten bereits von Grund auf eine hohe Sicherheit, sowohl für das abgestellte Auto als auch für den jeweiligen Benutzer. Dank der Beschaffenheit der Parkpaletten kann es zu keinem Rutschen während dem Ein- und Ausparken durch das Bremsen kommen. Die individuelle Bedienmöglichkeit sorgt für ein hohes Maß an Sicherheit und Komfort beim Parken.

Einsatzbereiche und Vorteile

Wie bereits erwähnt werden Verschiebeparker vor allem dort eingesetzt, wo ein hohes Verkehrsaufkommen und mehr Parkflächenbedarf ist, als auf herkömmliche Art und Weise in einem normalen Parkhaus vorhanden wäre. Sie benötigen selbst kaum Platz, schaffen aber Parkfläche für viele Fahrzeuge. So können wesentlich mehr Fahrzeuge auf der gleichen Fläche untergebracht werden. Das schont den, eh vom ruhenden Verkehr überlasteten, Stadtraum und sorgt dafür, dass in naher Zukunft die Seiten der Straßen vielleicht durch die Stadtplanung wieder einer anderen Nutzung als der Parkflächennutzung zugeführt werden können. Beispielsweise kann dann anstelle der Parkflächen auf den Straßen mehr Straßenbegleitgrün gepflanzt werden, was wiederum der Luftqualität und dem lokalen Klima in den Städten äußerst guttun würde. Durch ihre hohe Flexibilität und wenig Standortanforderungen können Verschiebeparker nahezu überall verwendet werden und auch nachträglich in Garagen und Parkhäusern eingebaut werden. Dadurch ist es eine Technologie, die keinen Neubau erfordert, sondern direkt im Bestand eingesetzt werden kann. In alten, überlasteten städtischen Parkhäusern können so neue Parkflächen geschaffen werden, ohne eine bauliche Veränderung an der Anlage vornehmen zu müssen.

Wichtige Vorschriften für den Einbau von Verschiebeparkern

Bei dem Einbau von Verschiebeparkern muss die jeweilige Garagenverordnung der Länder in Kombination mit dem Baurecht und der Landesbauordnung beachtet werden. Hier stellt jedes Bundesland geringfügig andere Anforderungen. Gemäß der Mustergaragenverordnung, auf der die Verordnungen der Länder beruhen, bestehen folgende allgemeine baurechtliche Anforderungen an Verschiebeparker:

  • Die verbleibende Fahrspur neben den ParkBoards muss mindestens 2,75 m breit sein.
  • Es dürfen keine Verschiebeparker vor kraftbetriebenen Parksystemen installiert werden.
  • Wenn in den Fahrgassen Gegenverkehr stattfindet, ist kein Durchgangsverkehr zulässig.
  • Die Verschiebeparker müssen auf allen Seiten überfahrbar sein.
  • In begehbaren Bereichen muss eine lichte Durchgangshöhe von 200 cm vorhanden sein. Lüftungsanlagen, Unterzüge oder sonstige Einbauen sind zu beachten.

Ob für den Einbau von Verschiebeparkern eine Baugenehmigung erforderlich ist, kann bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde erfragt werden. Da ein Verschiebeparker aber keine bauliche Anlage darstellt, wird er wahrscheinlich nicht genehmigungspflichtig sein.

Praxisbeispiele

  • ParkBoard PE in Hamburg
    • Durch die Integration der ParkBoards wurden in dem Hamburger Parkhaus am Stadtgarten durch KLAUS Multiparking einige Stellplätze mehr geschaffen.
  • ParkBoard PE in Aachen
    • In einer Tiefgarage in Aachen waren die Rangierflächen so groß, dass sie jetzt dank KLAUS Multiparking zu neuen Parkflächen umgenutzt werden konnten.
  • ParkBoard PE und ParkBoard PQ in Düsseldorf
    • Die Verschiebeparker von KLAUS Multiparking schufen in den Parkhäusern der dort ansässigen Hotel- und Bürogebäude zusätzliche Stellfläche und modernes Flair.
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